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Social Media Marketing – Rentiert sich Werbung auf Facebook oder Instagram noch?

André Grünewald
André Grünewald

Wer in der heutigen Zeit Produkte oder Dienstleistungen vermarkten oder den Bekanntheitsgrad der eigenen Marke steigern möchte, kommt unweigerlich nicht an dem Thema Social Media Marketing vorbei. Obgleich es sich um bezahlte Werbung in Form von Kooperation mit zum Beispiel Influencern, Display Werbung oder den Aufbau der eigenen Social Media Präsenz handelt spielt zunächst erst einmal eine untergeordnete Rolle.

Ziel im Allgemeinen ist es unter anderem mit Hilfe von Social Media Plattformen wie zum Beispiel Facebook, Instagram, Youtube oder Pinterest eine jüngere kaufkräftige Zielgruppe zu erreichen, als dies beispielsweise über konventionelle Werbekanäle wie Radio, TV oder Print der Fall ist. Im Jahr 2019 gibt es weltweit geschätzt circa 3,5 Milliarden Social Media Nutzer (Zum Vergleich beläuft sich die Weltbevölkerung auf 7,7 Milliarden Menschen mit 4,4 Milliarden Internetnutzern). Quelle: https://www.brandwatch.com/de/blog/interessante-social-media-zahlen-und-statistiken/ 

Was ist Werbung auf Social Media?

Generell gilt es zwischen bezahlter Werbung und unbezahlter Werbung zu unterscheiden. Bei bezahlter Werbung kann man klassisch nach Anzeigen (Pay-Per-Click, Pay-Per-Impression), Produktplatzierung (Leihgabe oder Schenkung von Produkten zu Werbezwecken) oder Kooperationen (bezahlte Produktplatzierungen) unterscheiden. Bei unbezahlter Werbung versteht man hingegen den Aufbau einer Marke oder eines Produktes aus eigenen Mitteln, wie die Reichweitengenerierung durch Hashtags, Viralität eines Beitrags (Wie oft Beiträge geteilt werden).

Werben auf Facebook und Instagram

Im Folgenden nehmen wir einmal die zwei bekanntesten Social Media Plattformen Facebook und Instagram unter die Lupe und schauen uns genauer an, wie auf diesen Kanälen geworben werden kann.

Die Gemeinsamkeit dieser beiden Plattformen ist, dass auf beiden Werbeanzeigen über den dazugehörigen Facebook Werbeanzeigenmanager geschalten werden können. Sprich mit dem einmaligen Erstellen einer Werbekampagne können zwei der größten Social Media Plattformen gleichzeitig bedient werden. Wenn man sich den Werbeanzeigenmanager genauer ansieht, stellt man fest, dass man als Laie oder Anfänger erstmal extrem überfordert sein kann, da es tausende von verschiedenen Einstellungen gibt, welche man auswählen kann, was wiederrum in erster Linie nicht einmal schlecht sein mag.

Ad Targeting

Targeting heißt das Stichwort, bei dem der Werbeanzeigenmanager sehr heraussticht.

Über diesen kann sehr granular die Zielgruppe eingegrenzt werden. Kriterien wie Alter, Geschlecht, Herkunftsland aber auch sozioökonomische Faktoren wie Haushaltseinkommen, Kaufverhalten, Kaufinteressen können bis ins Letzte definiert werden.

Nicht nur durch das Targeting, aber auch durch das Ad Placement sticht der Facebook Werbeanzeigenmanager hervor. So kann man sehr detailliert einstellen, wo die Werbung platziert werden soll. Sei es im normalen Facebook oder Instagram Feed, aber auch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Stories, in der Suche, im Facebook Messenger, In-Article und vieles Weitere.

Der Facebook Pixel

Ein weiteres sehr hilfreiches und ebenso technisches Tool innerhalb des Facebook Kosmos ist der sogenannte Facebook Pixel, welches der Kategorie der Tracking Werkzeuge zuzuordnen ist. Dieser wird auf einer Webseite eingebunden und verfolgt die Aktionen die ein Anwender auf dieser tätigt. Ziel des Ganzen ist, Verhaltenmuster der Nutzer zu erkennen, die am wertvollsten für die Werbung sind. Durch die gesammelten Daten das der Facebook Pixel aufzeichnet, wird hinter den Kulissen die Werbung den jenigen Nutzern ausgespielt, welche ähnliche Interessen oder Verhaltensmuster, wie bereits vorangegangene Anwender haben. Kurzum nennt man das ganze „Retargeting“. Eine dynamische Weise seine Zielegruppe weiter einzukreisen, beziehungsweise anzupassen, um am effizientesten Werbung auszuspielen.

Social Media für soziale Zwecke

Ein Großer Nachteil hingegen ist, dass auf Plattformen wie Facebook und Instagram die Nutzer nicht primär wegen Kaufabsichten unterwegs sind, sondern bei ihnen liegt eher der Fokus auf den sozialen Aspekte im Vordergrund. Daher ist es umso wichtiger das Social Media Marketing anders zu gestalten, als wie es vielleicht im klassischen Display Geschäft der Alltag ist.

25% der Deutschen nutzen Ad-Blocker

Die Killer für jede Werbung sind leider aber auch in der heutigen Zeit die Ad-Blocker, welche heutzutage deutlich einfacher zu bedienen sind und zudem eine für Smartphones immer einfachere Integration bieten. Somit stellt sich auch die Herausforderung, dass ein großer Teil der Zielgruppe gar nicht die Werbung zu Gesicht bekommt. Laut Internetworld (Quelle: https://www.internetworld.de/onlinemarketing/bvdw/adblocker-rate-in-deutschland-liegt-24-74-prozent-1478395.html) lag Ende 2017 die Ad Blocker Quote in Deutschland bei fast 25%.

Das bedeutet aber nicht, dass Werbung auf Social Media tot ist. Es bedeutet viel mehr, dass sich ein Wandel abzeichnet und man auch neue Möglichkeiten in Betracht ziehen sollte, wie man seine Zielgruppe erreichen kann. Ein Ansatz wäre unter anderem das Influencer Marketing. Eine Kooperation mit einer Person, welche eine größerere, etablierte Community auf einer Social Media Plattform besitzt. Es muss aber auch nicht gleich ein Influencer mit Millionen von Followern sein, sondern der Trend geht immer mehr in die Richtung Nano und Micro Influencern (1.000 – 10.000 Follower). Wichtig hierbei ist die Engagement Rate, das heißt das Verhältnis zwischen Interaktionen wie Likes oder Kommentaren im Verhältnis zur Follower Anzahl des jeweiligen Influencer.

Die Wichtigkeit von Werben auf Social Media

Letztendlich zeichnet sich ab, dass das Werben auf Social Media Plattformen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Werkzeug geworden ist um erfolgreich und nachhaltig eine Marke aufzubauen, aber auch um eine Community, welche sowohl engagiert als auch kaufkräftig ist zu genieren, egal welchen Weg man jetzt gehen sollte, ob in Richtung klassische Display-Ads, Influencer Marketing oder Markenaufbau. Aufgrund der Relevanz von Social Media Plattformen, wird es als Unternehmer immer mehr an Bedeutung gewinnen auf diesen vertreten zu sein.